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weder von der Tiſchlersfrau noch von dem Kran⸗ ken vernommen, da ward eines Morgens heftig an ihre Hausthür gepocht, ſie öffnete und ge⸗ wahrte mit unbeſchreibbarem Schrecken das ihr wohlbekannte Söhnlein ihrer oft erwähnten Nach⸗ barin, welches jetzt bleich und weinend vor ihr daſtand.
„Um des Himmels Willen, wo iſt Deine Mutter— weshalb kommt ſie nicht?“ war al⸗ les was Eliſabeth hervorzuſtammeln vermochte.
„Sie ſtirbt— ſie ſtirbt noch dieſen Abend!“ jammerte der Knabe.
„Ewiger Gott, was fehlt ihr denn? fragte Eliſabeth, welche an allen Gliedern bebte..
„Sie iſt krank,— ſehr krank— ſie ſtirbt gewiß!“ wiederholte der Knabe.„Ach wir ha⸗ ben niemand, bei dem wir Hülfe finden können, da meinte meine Schweſter Dorothea, ich ſollte nur zu Euch gehen, zu Euch, die Ihr uns ſchon ſo viel Gutes gethan hättet.“
Dieſe letzten Worte durchſchnitten der ar⸗ men Eliſabeth das Herz;„warte, warte,“ rief ſie,„ich gehe mit Dir, ich muß mich ſelbſt über⸗


