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Das Ideal
Entstehung
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tagsſtaate, welcher ihre unförmliche Figur nur

noch unförmlicher machte, zum Vorſchein kam,

trat jedesmal die herrliche Geſtalt der anmuths⸗ reichen, geſchmackvoll gekleideten Gräfin vor ihre Phantaſie und ihre Baſe erſchien ihr dann zwie⸗ fach häßlich. über Alles aber war ihr die kleinliche Eitelkeit und der Bauernſtolz derſelben zuwider, und ſie mußte ſich raſtlos die Erkenntlichkeit vor⸗ halten, die ſie ihrer Baſe ſchuldig war, um dieſer diejenige Ehrerbietung zu beweiſen, welche ſie von ihr verlangte. Wenn ſie nach Tiſche die gelbe dürre Hand ihrer Verwandten küſſen mußte, konnte ſie nicht umhin mit einem leiſen Seuf⸗ zer, der kleinen weichen, weißen Hand der Grä⸗ fin zu gedenken, an deren Fingern demantne Ringe ſtrahlten. Die alles verwiſchende Zeit ſchwächte zwar nach und nach dieſe Bilder in etwas, aber der kleinſte Umſtand hieß ſie mit ihrer ganzen Lebhaftigkeit wieder vor Eliſabeths Phantaſie emporſteigen; ein Duft von Weih⸗ rauch oder Blumen, demjenigen ähnlich, der ihr aus den Zimmern der Gräfin entgegen geſtrömt

war, der Hufſchlag vorüber ſprengender Roſſe, reichte hin, ſie wie mit einem Zauberſchlage in ein

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