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Das Ideal
Entstehung
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So kurz auch Eliſabeths Zuſammentreffen mit der Familie des Grafen Ulfeld geweſen war, einen ſo wichtigen Einfluß hatte daſſelbe doch auf ihre ganze Zukunft. Ihre frühere Kindheit bis zu jenem Augenblick ſchien ihr nur ein bloßer Traum; erſt von jenem Zeitpunkt an hatte das Leben für ſie Licht und Farbe gewon⸗ nen. Die Ahnung von etwas Höherem, etwas Edlerem zog ein in ihr kindliches Herz. Zwar vermogte ſie noch nicht die innere Größe von der äußern zu unterſcheiden, aber das Würdevolle und Edle, was ſie geſehen, hatte doch einen ſo tiefen Eindruck auf ſie gemacht, daß ihr Herz

voo nun an nur dem Guten und Schönen offen ſtand. Auf der andern Seite aber wurden ihr auch dadurch ihre Verhältniſſe und die Beſchränkt⸗ heit, in der ſie zu leben genöthigt war, ſchwerer zu ertragen; bis ihr Geiſt endlich die nöthige Reife erhielt ſich über die ſie beengenden Schran⸗ ken zu erheben, ohne ſie zu durchbrechen.

Ihre Baſe war die Schweſter eines verſtor⸗

benen angeſehenen Geiſtlichen, und ſie ward dem⸗ nach von ihrer Umgebung mit großer Ehrerbie⸗ tung behandelt. Wenn ſie in ihrem ſteifen Sonn⸗