ſelbe daran ſatt geſchauet hatte, nahm die Grä⸗ fin einen kleinen weniger werthvollen Ring, an dem ſich nur drei kleine Diamanten befanden, und machte ihn der kleinen Eliſabeth zum Ge⸗ ſchenk, welche, da ihre Schüchternheit jetzt gänz⸗ lich verſchwunden war, freudig empor ſprang und der Gräfin dankbar die Hand küßte. Die Letz⸗ tere küßte die Kleine auf die Stirn, nahm dann noch eine goldene Kette aus dem Käſtchen, befe⸗ ſtigte den Ring daran und hing ſie dem Kinde um den Hals. Sperling führte die kleine Eliſa⸗ beth darauf wieder hinaus in das Vorgemach, wo ihr Vater ſchon ſeit einer halben Stunde auf ſie wartete⸗
Am nächſten Morgen ſchon trat Arenzen mit der kleinen Eliſabeth die Reiſe an; und
glücklich und ohne daß ihnen etwas Beſonderes
zugeſtoßen wäre, langten ſie zu Brügge in Flan⸗ dern an, wo er ſie der Sorge ſeiner Verwandten
übergab, und ſich dann, zwar nicht ganz ohne Wehmuth, jedoch mit der ihm eigenthümlichen
Ruhe von ihr trennte. Nur wenige Tage ver⸗
weilte er in Brügge, dann machte er ſich ſofort
nach Haag wieder auf den Weg.
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