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Das Grab des Fremden : Novelle / von Georg Hans Lotz
Entstehung
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thut uͤberhaupt gar nicht wie andere ehrliche Chriſtenſeelen. Anfangs hielt ich ihn fuͤr einen recht boͤſen Menſchen und glaubte, der kleine Hund, den er bei ſich hat, das ſey der Satan, Gott ſey bei uns! Nun aber bin ich anderes Sinnes geworden, denn er iſt ſanft wie ein Lamm, thut keinem Kinde was und zahlt wie ein Cavalier, wenn er gleich nicht das Mindeſte

zu ſich nimmt. 72

Waͤhrend dieſes Geſpraͤchs hatte die Wir⸗

thin den geiſtlichen Herrn die Treppe hinauf

in ein Zimmer gefuͤhrt, welches ſammt dem

angraͤnzenden Schlafkaͤmmerchen von dem ſelt⸗

ſamen Fremden bewohnt wurde; das Geraͤth in demſelben war begreiflicherweiſe nur hoͤchſt einfach, der jetzige Bewohner des Gemachs aber hatte ſich vollkommen zufrieden damit erklaͤrt, und als er davon Beſitz genommen,

nur die einzige Bedingung gemacht, in ſeiner