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Das Grab des Fremden : Novelle / von Georg Hans Lotz
Entstehung
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Einſamkeit ſo ſelten wie moͤglich geſtoͤrt zu werden.

Euer Gaſt, nahm jetzt der Pfarrer wieder das Wort,ſcheint eben ſo geiſtig als koͤrperlich krank zu ſeyn, ich hoͤre, er wandert unſtaͤt die Naͤchte umher.

Das thut er, Ehrwuͤrden, entgegnete die Wirthin,aus Theilnahme fuͤr ihn, wahr⸗ lich aus reiner purer Theilnahme, gucke ich da zuweilen durchs Schluſſelloch, um zu ſchauen, was er etwa beginnt, da ſah ich denn noch in der letzten Nacht, wie er umherſchritt und ein Bild, oder ſonſt was dergleichen, das er in der Hand hielt, anſtarrte und kuͤßte; zuletzt verbarg er es auf ſeine Bruſt, und nun ſprach er zu ſeinem Huͤndchen, ſo als ob daſſelbe ein menſch⸗ liches Geſchoͤpf geweſen waͤre. Und das Thier⸗ chen winſelte und leckte ihm die Hand, ſo daß ich mich der Thraͤnen kaum enthalten konnte.