Einige wenige Freunde des Kaziken murr⸗
ten zwar ob dieſes Ausſpruchs, aber ihre
Stimmen gingen unter in dem lauten Beifalls⸗ ruf der Menge. Lautaro neigte ſein Haupt
und ſenkte ſein Schwert wieder in die Schei⸗
de. Da der Tod Don Valdivias jede wei⸗
tere Berathung üͤberflüſſig machte, ließ ſich darauf die Verſammlung zum Siegesmahle nie⸗
der, wobet das bei ſolchen Gelegenheiten in Ehili gebräuchliche, berauſchende Getränk nicht geſpart wurde. Lautaro, als der Held des
Tages, ward dringend aufgefordert ſich den
Uebrigen anzureihen. Er wollte indeß davon durchaus nichts hören, ſondern drückte die har⸗
te Hand des Heerfuhrers und ſprach, indem
er auf die Leiche Don Valdivias deutete. „Der da war mein theuerſter Freund—
ſeine Tochter war die mir verlobte Braut.“ Dieſe wenigen Worte wirkten mächtig auf den gefühlvollen Indianer, er drückte dem un⸗ glücklichen Sieger ſchweigend die Hand, und überließ ihn der Einſamkeit. Die Kaziken ga⸗
ben ſich nunmehr wilder, ſiegestrunkener Freu⸗
de hin, während ſich der, dem ſie allein ihren
Sieg verdankten, fern von ſeinen Kampfge⸗
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