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Vorleſung unterbrechend, rief Roſa's Mutter erſchrok⸗
ken:„Hilf Himmel, wer kann das ſeyn? Wer kommt da noch ſo ſpaͤt, und bei ſolchem Wetter?“
Herr Ezechiel Hurſtbourn ſchlug die Bibel zu und entgegnete in einem feierlichen Tone:„Es iſt ein Knecht des Herrn, der da kommt im Dienſte des Herrn. Kein Sturm, kein Regenwetter vermag die Schritte deſſen zu hemmen, der da einherſchreitet zum Heil der guten Sache.— Nun, habe ich nicht Recht gehabt?“ fuͤgte er hinzu, als ſich gleich darauf die Thuͤr oͤffnete, und Major Robertſon, in einen wei⸗
ten Reitermantel gehuͤllt, in das Gemach trat. Ihm
folgte ein Mann, noch mehr verhuͤllt als er ſelbſt,
denn er hatte den Mantel ſogar uͤber das Antlitz ge⸗
zogen, und den breitkrempigen Hut tief in die Stirn gedruͤckt. Ezechiel Hurſtbourn erhob ſich von ſeinem Sitze, ſchritt den Ankoͤmmlingen entgegen und reichte
dem Major Robertſon die Hand hin, indem er ſprach:
„Willkor mmen Du guter und treuer Knecht des Herrn;
ſag. an, bringſt Du gute Zeitung?“
„Freudige und wichtige Zeitung,“ erwiderte der Major, indem er die ihm dargebotene Hand mit Herzlichkeit erfaßte, dann fuͤgte er etwas leiſer hinzu: „Ich bringe die Kunde, daß unſere vormaligen eif⸗ 8. 11
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