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Erzählungen, Mährchen, Sagen und Schwänke / von Georg Lotz
Entstehung
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burt des Kindes der ungluͤcklichen Nancy ausgenom⸗ men, irgend etwas zugetragen haͤtte das hier erwaͤhnt zu werden verdiente. Die beklagenswerthe Mutter des vaterloſen Kindes, hatte die Geburt deſſelben mit ihrem Leben bezahlt. Bei dieſer Gelegenheit erhielt Roſa von ihrem Großvater die Erlaubniß in der Wohnung des Gaͤrtners noch einmal einſprechen zu duͤrfen, und ſo ort begab ſie ſich dorthin, um die ungluͤcklichen Aeltern zu troͤſten.

Als ſie Greſſingholms Kind erblickte, bebte ſie zuſammen, ſie ſchauderte anfangs vor demſelben zuruͤck und gab den menſchenfreundlichen Plan faſt auf, den ſie zu Gunſten des lebenden Zeugen der Untreue ihres Geliebten entworfen hatte. Roſa Hurſtbourn war indeß nicht gewohnt ſich ſelbſtſuͤchtigen Gefuͤhlen hinzugeben, ſchnell bemuͤhete ſie ſich, jedes Merkmahl ihrer Gemuͤthsbewegung zu unterdruͤcken, und ſo ge⸗ lang es ihr denn auch wirklich dem ungluͤcklichen Ehe⸗ paar einigen Troſt zu ſpenden.

Erfreut uͤber dieſen gluͤcklichen Erſolg ihrer Be⸗ muͤhungen, begab ſich Roſa, von nun an, wieder oͤfte⸗ rer nach der Gaͤrtnerwohnung, und ſo gewoͤhnte ſie ſich nach und nach an den ihr anfangs ſo verhaßten An⸗ blick des Kindes. Von Tag zu Tag begann ſie fuͤr daſſelbe immer mehr Mitleid, immer mehr Theilnahme zu hegen; ja endlich betrachtete ſie es ſogar, als Alles was von ihrem geliebten Lionel in England zuruͤck⸗