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ihrem nistladigen Gefuͤhl angetrieben, die Ungluͤckli⸗ che aufzuſuchen. In ihrer Sorge fuͤr ihre Mutter war ſie jetzt noch zaͤrtlicher, noch ſorgſamer, noch kindlicher als vormals; ihrem ſtrengen Großvater zeigte ſie ſich ſtets als eine gehorſame Enkelin. Die Stun⸗ den aber, welche ſie nicht in der Geſellſchaft dieſer ihrer beiden Verwandten verlebte, brachte ſie in ihrem einſamen Gemache mit frommen Andachts⸗ uͤbungen hin, die nur dann und wann, durch ſuͤße, zugleich aber auch ſchmerzvolle Erinnerungen an jene Zeit, in welcher ſich Lionel unter ihrem Schutze be⸗ fand, unterbrochen wurden. Dieß aber, fand in der That nur ſelten ſtatt, ſie kaͤmpfte mit großer Kraft gegen ſolche Verirrungen ihrer Phantaſie an, und gemeinhin wurden ihre Bemuͤhungen durch den ge⸗ wuͤnſchten Erfolg gekroͤnt. Auch hatte ſie jetzt nur noch ihr eigenes Herz zu bekaͤmpfen, alle Erinnerun⸗ gen aus jener Zeit waren hinweggeſchafft; der verwuͤ⸗ ſtete Garten war zum fruchttragenden Kornfelde umgewandelt, die Ruinen abgetragen worden, und ſo war denn keine Spur mehr aus jener kurzen Pe— riode ihrer Liebe vorhanden, die, wie es ſchien, ihrer ganzen uͤbrigen Lebenszeit den Stempel des s Kunamners aufgedruͤckt hatte.
Fruͤhling und Sommer vergingen, ohne daß ſi ſich auf Eaſtwickhouſe und! in der Umgegend, die Ge⸗


