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„Ich bin alſo Euer Gefangener,“ fragte Eduard Stanley mit einem hoͤhniſchen Laͤcheln; „das alſo iſt unbedingte Badnadigung Eurer ebuld reichen Monarchin.“ 16¼ 3
„Die Koͤnigin,“ erwiederte der Graf von Rutland,„will nur verhindern, daß Euer Trotz Euch und Andern Schaden zufuͤge. Ihr wollt nicht in Eliſabeths Dienſte treten, Euer Herz iſt alſo noch immer von Haß gegen ſie erfuͤllt.“
„Ja, das iſt es,“ antwortete der Emmünr unerſchrocken.—
„So kann ſie Euch nicht in Freiheie laſſen,“ verſetzte der Graf von Rutland mit großer Ruhe. „Ich ſelbſt ſah Euch fruͤher mit einer handvoll Krieger bewundrungswuͤrdige Thaten verrichten.—
Euer unruhiger Sinn koͤnnte ihr dennoch dieneichi
gefaͤhrlich werden.“
„Ha, ſie fuͤrchtet mich alſo, die Lowenköni⸗ gin!“ rief Eduard Stanley,„das iſt ein anders, dann will ich ihr Soldat werden.— Jetzt aber fort von hier— der Aufenthalt hier iſt mir zuwider.“* „Verweilt noch einen Augenblick, und ich


