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gewebt biſt, obgleich ein Leben ohne Dich mir qualvolle Marter ſeyn wuͤrde,— werde ich doch nie meine Ehre— nie die Ehre meines Vaters dadurch beflecken, daß ich ſein Haus heimlich ver⸗ ließe.— Wir muͤſſen Geduld haben und auf beſſere Zeiten hoffen.— Kehre zuruͤck in die Welt, in das geſellige Leben— laß uns alles von der Hand der Vorſehung und der Guͤte mei⸗ nes Vaters erwarten.“
„Wird er je ſeine Einwilligung geben?“. fragte der Fremde,„wird ihn nicht ſchon die Verſchiedenheit unſers Glaubens abhalten, unſere Haͤnde in einander zu legen? Wird er ſeine Tochter je einem Manne geben, den er Ketzer nennt?“ 3 1
„Nie, nie, nimmermehr!“ donnerte der alte Ritter jetzt ploͤtzlich mit lauter Stimme vom Thurme herab.— Die beiden Liebenden ſtan⸗ den von Entſetzen erfaßt, regungsvoll da; Do⸗ rothee glaubte anfangs einen uͤberirdiſchen Ton vernommen zu haben, bald aber ward es ihr klar, daß es die Stimme ihres Vaters geweſen


