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Geliebter, ich werde zufriedner ſeyn, weiß ich Dich in Sicherheit; koͤnnten Dich dann gleich meine Augen nicht ſchauen.“
„Nein, nein, ich kann nicht leben, ohne Dich zu ſehen,“ ſprach der Fremde mit tief be⸗ wegter Stimme,„Deine Blicke nur hauchen mir Lebensathem ein— fern von Dir, wuͤrde ich relend dahin welken. Begehre daher nicht von mir, Dich, Theurel zu verlaſſen; eher wuͤrde die Sonne von dem Himmel ſcheiden! Du meinſt, es drohe mir Gefahr? Ich bin gegen jede Gefahr gewaffnet, ſo lange Du mir laͤchelſt, ſo lange Du athmeſt. Was kann ich fuͤrchten, als Dich zu verlieren!— Dein Vater hat ein edles Herz, und wenn er gleich unſerer Liebe zuͤrnt, wird er mir doch Gerechtigkeit wiederfahren laſſen.“
„Er kennt Dich nicht,“ entgegnete Dorothee, „ihm biſt Du nur ein namenloſer Abentheurer— doch blieb Dir das Schlimmſte noch unbekannt— Seitdem wir uns zum Letztenmale ſahen, gebot mir mein Vater einem Andern meine Hand zu reichen.“


