Teil eines Werkes 
2. Band (1824)
Entstehung
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ſorgt, Du Theurer, ſeufzte Dorothee.Du

wuͤrdeſt wohl thun, dieſe Gegend zu meiden, und

gluͤcklichere Zeiten abzuwarten. tts Wie kann ich mir gluͤcklichere Zeiten den⸗

8 ken? Sehe ich Dich nicht, leuchten mir nicht

Deine Augen liebevoll? Hoͤre ich nicht Deine theure Stimme zaͤrtlich fluͤſternd zu mir hernie⸗ dertoͤnen? Folge ich nicht Deinen Schritten bei Tage? Schwebt mir nicht Dein theures Bild im Traume vor? Ja, beim Himmel, Fortuna hat in ihrer Urne kein groͤßeres Loos, als mir zu Theile geworden.

Dein kuͤhner Muth, ich weiß es, trotzt jeder Gefahr, entgegnete die Liebende;ach, Du kennſt die Strenge meines Vaters nicht! mein Herz bebt vor Schrecken, wenn ich daran denke, daß Du als ein Opfer ſeines Zorns fal⸗ len koͤnnteſt. Du biſt mit Menſchen umgeben, die Dein Leben fuͤr Gold verkaufen wuͤrden, wenn mein Vater es geboͤte, den ſchon der Gedanke, daß Du ſeiner Rache zu trotzen wagteſt, zur Wuth treiben wuͤrde. Fliehe, fliehe daher, mein

II. Band. 15