———
—
6—
ben, war es, was Eduard Stanley bewog, ſeine Augen auf dieſe Jungfrau zu richten. Es war ihm bei ſeinem wilden Sinne aber unmoͤglich, auf ſanfte Weiſe ſich zu bemuͤhn, ihre Zuneigung zu gewinnen, und ſo beſchloß er, ſie durch einen Sturm zu der Seinen zu machen; ein Verſuch, welcher indeß, wie unſere Leſer geſehen haben, durchaus mißgluͤckte. Dennoch aber gab er kei⸗ nesweges den verruchten Plan auf, die Bande zu loͤſen, welche ſeinen Bruder und den Gegenſtand ſeiner Leidenſchaft umſchlungen hielten, ſondern begann die Eiferſucht des Sir Thomas aufzure⸗ gen, hoffend, daß ſich durch dieſe der Stolz der Lady Margarethe beleidigt fuͤhlen, und ein Bruch zwiſchen den Liebenden erfolgen werde. Wenn dies bezweckt worden, glaubte er, die Verzweif⸗ lung ſeines Bruders werde irgend eine gewaltthaͤ⸗ tige Cataſtrophe herbeifuͤhren, ja vielleicht dieſen bewegen, das Schwert gegen ſich ſelbſt zu kehren, und ſo wuͤrden nicht allein ſeine Einkuͤnfte bedeu⸗ tend vermehrt werden, ſondern auch ſeiner Leiden⸗ ſchaft zu Lady Vernon ſtand dann kein verhaßter
——'


