312 — Sch eile dieſen Morgen zu ihr, man ſagt mir daß ſie abgereiſt ſey und dieſes Paͤcktchen an mich zuruͤckgelaſſen habe.— Wohin iſt ſie gereiſt?— Niemand wußte es.— Ich fliege nach Hauſe, oͤffne das Erhaltene— Ein Nonnenſchleier lag darin, von folgenden Zeilen begleitet:— „Zuͤrne nicht, mein Demeter, daß ich Dich verlaſſe; die Tochter eines geſchaͤnde⸗ ten Vaters kann nie die Deine werden. Nie wirſt Du wieder von mir hoͤren bis Du mein letztes Lebewohl erhaͤlſt, dann, wenn ich von der bangen Buͤrde des Lebens geloͤſt dorthin gegangen bin, wo kein Par⸗ theienkampf mehr trennt. Bis dahin denke meiner in ſtiller Wehmuth. Ich gehe mei⸗ nen Vater aufzuſuchen; ihn zu pflegen und zu troͤſten wird der Balſam ſeyn, der mein ſchwindendes Leben erhaͤlt, Lebe fuͤr Deine Mutter und bring' ihr meinen letzten Grußz ſie wird meiner mit weniger Widerwillen denken, wenn ſie weiß daß ich ihren Wuͤn⸗ ſchen nicht mehr in den Weg trete.— Ich ſende Dir hier das Theuerſte was ich habe,
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