——
————
— 313—
den Schleier der mein Geſicht verhuͤllte als
ich Deine Waͤrterin war— der meine Thraͤ⸗ nen um Dich eingeſogen, der den Todes⸗
ſchweiß von Deiner Stirn getrocknet hat.
Ich trug ihn ſeit jenen Tagen auf meinem Herzen, ich ſende Dir ihn jetzt in der ban⸗ gen Stunde des Scheidens zuruͤck— ſein An⸗ blick wuͤrde mich zu ſchmerzlich an verlorne Seligkeit mahnen. Suche nicht meinen Auf⸗ enthalt zu exfahren, Du wuͤrdeſt, wenn Du mich auch faͤndeſt, nur mein Opfer erſchweren, aber nicht hindern. Lebe wohl, mein ewig geliebter Demeter; der Himmel lege alle die Freuden, welche meinen Tagen beſchieden waren, den Deinen zu.— Lebe wohl, dort finden wir uns wieder, dort trennt uns
nichts mehr!. Wanda.“
Mit dieſem Briefe endet mein Tage⸗ buch und es bleibt mir noch wenig Ihnen zu erzaͤhlen uͤbrig. Wenn die Sonne hinab⸗
geſunken und die Erde mit ihren mannichfa⸗
chen Gegenſtaͤnden in geſtaltloſes Dunkel
verſchwimmt, ſchweben nur in duͤſterm Ne⸗


