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Emilie, oder So liebt ein deutsches Herz
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7z

lich, Sie heute nicht zum letzten Male geſehen

zu haben!Was ſoll ich unter Froͤh⸗

lichen? Bittend faßte ich ihre Hand. Ich beſuche zuweilen dieſen einſamen Spa⸗ ziergang, fuhr ſie nach einigen Minuten fort,wenn Sie mir verſprechen wollen, allein hierher zu kommen, wird es mir lieb ſeyn, Sie zu treffen; aber mehr Geſell⸗ ſchaft wuͤrde mich fuͤr immer verſcheuchen, denn ich will allein ſeyn! ſetzte ſie mit dem Tone einer mit Liebe gebietenden Herrſche⸗ rin hinzu, und mit freundlichem Haͤndedruck ſchied ſie..

Daß ich ſeitdem ſelten einen Tag verab⸗ ſaͤume, an den Comthurbach zu gehen, wirſt Du mir wohl glauben, und wuͤrdeſt das Ge⸗ gentheil unmoͤglich finden, wenn Du Vale⸗ rien,(ſo heißt ſie,) kennteſt. Zwar gehe ich oft zwei, drei Mal vergebens, ehe ich ſie treffe, und nur Viertelſtunden ſchenkt ſie mir,

aber welchen koͤſtlichen Genuß gewaͤhren mir

dieſe wenigen Minuten! Jedes ihrer Worte

zeigt den reifſten Verſtand, die ausgebrei⸗ tetſten Kenntniſſe, und einen himmliſchen