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druͤcken— ſey es welches es wolle, ver⸗ ſchuldet kann ſie es nicht haben, dieſe En⸗ gelshuͤlle birgt keine Schuldige! Lebe wohl fuͤr heute, naͤchſtens mehr.
Zweiter Brief. Emilie an Adelheid.
Sey nicht unzufrieden, liebe Adelheid, daß mein jetziger Brief wieder von Vale⸗ rien anfaͤngt: dieſes holde Weſen hat meine ganze Seele erfuͤllt, und wem ſollte ich lie⸗ ber davon erzaͤhlen, als Dir, der Vertrauten meines Innern? Meiner Tante wage ich nicht von dieſer neuen Bekanntſchaft zu ſpre⸗ chen, Du kennſt ihre ſtrengen Begriffe von Schicklichkeit: ſie wuͤrde in einem jungen, reizenden, in unbekannter Verborgenheit ein⸗ ſam lebenden Maͤdchen, keine andere als eine zweideutige Perſon ſehen, und mir ſo⸗ gleich allen Umgang mit ihr verbieten.
Valeria ſcheint immer mehr Zutrauen zu
mir zu faſſen; ſie hat mir ſogar erlaubt, ſie in ihrer Wohnung zu beſuchen, die in einem
Sinn. Ein ſchweres Unglüͤck ſcheint ſie zu


