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Emilie, oder So liebt ein deutsches Herz
Entstehung
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Zauberwuͤrde genugſam ſchildern, die uͤber ihr bleiches, aber engelſchoͤnes Geſicht, uͤber ihr ganzes Weſen gegoſſen iſt, das ein ſtil⸗ ler Truͤbſinn mit Nebelſchleier zu umhuͤllen ſcheint. In wenigen, aber gewaͤhlten Wor⸗ ten, mit einer Stimme, die wie Sfaͤhren⸗ muſik in meine Seele drang, dankte ſie mir fuͤr meinen Beiſtand, und als wir wieder zur Stelle kamen wo der Vorfall geſchehen, ſagte ſie mir freundlich Lebewohl, und ging. Mir war, als ob ein guter Genius mit ihr ſchied ich ſah ihr ſehnend nach da be⸗ merkte ich auf dem Boden ein Armband von Haaren, das ſie bei ihrer Huͤlfleiſtung ab⸗ geſtreift haben mochte. Ich eile ihr nach: der Zufall iſt guͤnſtiger gegen mich, Sig⸗ nora, als Sie vielleicht wuͤnſchen, ſage ich, ihr das Band uͤberreichend, er vergoͤnnt mir noch einmal das Gluͤck Ihres Anblicks. Die Freude, die aus Ihrem Auge lacht, erwiedert ſie mit wehmuͤthigem Laͤcheln, wuͤrde bald in grellem Widerſpruche mit der Trauer ſtehen, die das meine verdun⸗ kelt. Und doch wuͤnſchte ich ſo herz⸗