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Aber auch dieſer ſchwache Verſuch zu ſcherzen war vergebens, und Widerſpruch nutzlos. Der weichherzige Schulmeiſter unterwarf ſich zum zweitenmale ohne Murren ſeinem Schickſal, und verſprach die Vorrede. Die junge Dame verabſchiedete ſich mit einer Fülle von Dank und Er⸗ röthen, und das zierliche Manuſcript mit der ſchönen Handſchrift und dem rothen Einband verblieb in Herrn Churchill's Händen, der es weniger als ein Paradies von zierlichen Sprüchen, als für eine Verpfändung vieler koſt⸗ barer Stunden ſeiner ohnehin ſchon kärglich zugemeſſenen Muße betrachtete.
Als er ſich ſpäter bei ſeiner Frau ein Wenig darüber beſchwerte, welche während der Unterredung durch die Thür hineingeguckt, und da ſie ihn beſchäftigt ſah, ſich augen⸗ blicklich zurückgezogen hatte— ſagte ſie, Niemand als er ſelbſt ſei zu tadeln; er müſſe„Nein“ ſagen lernen, und nicht Alles thun, was jedes kleine Mädchen aus der Pen⸗ ſion von ihm verlange. Als letzte Steigerung ihres Vor⸗ wurfs fügte ſie noch hinzu, ſie glaube, er würde nie ſeinen Roman beginnen, und dächte auch gar nicht daran.
25.
Nicht lange darnach machten Kavanagh und Churchill mit einander durch die Felder und grünen Abhänge hinab einen Spaziergang und gingen den ganzen hellen, kurzen Nachmittag. Vom Gipfel des Hügels herab, neben der alten Windmühle, ſahen ſie den Sonnenuntergang, und den aufgehenden Vollmond, thauig, groß und roth. Beim Herabſteigen fühlten ſie die ſchwere Feuchtigkeit der Luft gleich Waſſer aufſteigen und ihnen entgegenkommen,— zuerſt ihre Füße mit Kühle badend, dann die Hände und Geſichter, bis ſie in dieſem Nebelmeer ganz eingetaucht waren. Als ſie auf dem Heimwege den Waldesſaum berühr⸗ ten, und die goldenen Blätter mit Füßen traten, hörten ſie in der Entfernung ſingende Stimmen, ſahen auch


