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der Gemeinde geworden war, ſchien jetzt mit ſeinem Herrn gemeinſchaftliche Sache zu machen, und zog aus, als be⸗ mühe er ſich den Staub von den Füßen zu ſchütteln, indem er das undankbare Dorf verließ. Unter der Achſe war ein lederner Koffer angebunden, und in dem Wagen ſtand, neben den beiden Inſaſſen, eine ungeheure Hutſchachtel, welche Herrn Pendexter zwang, ſeine Beine aus dem Fuhr⸗ werke heraushängen zu laſſen, was ihm das Anſehen gab, als wolle er das bibliſche Benehmen ſeines Pferdes nach⸗ ahmen. Ernſt grüßte er den Schulmeiſter von ferne, der ſeinerſeits den Gruß mit einer Thräne im Auge erwiederte, welche Niemand ſah, die aber deſſenungeachtet nicht unge⸗ ſehen blieb.
„Lebe wohl, Du armer, alter Mann“, ſagte der Schul⸗ meiſter vor ſich hin, als er vor der kalten, ſcharfen Herbſt⸗ luft in ſein behagliches Studirzimmer flüchtete.„Wir ſind Deiner nicht werth, ſonſt würden wir Dich für immer be⸗ halten haben. Kehre heim zu dem Schauplatz Deiner Kind⸗ heit, Deiner Jugendarbeit und Jugendliebe; mögen Deine Tage enden, wo ſie begonnen; und möge, gleich dem Sinn⸗ bilde der Ewigkeit, die Schlange Deines Lebens ſich in den Schwanz beißen, und für ewige Zeiten von ihrem Ziſchen ausruhen. Ich möchte Dich nicht zurückrufen; denn es iſt beſſer, Du bleibſt, wo Du biſt, als inmitten der böſen Streitereien dieſes kleinen Ortes.“
Nicht Alle nahmen in ſo freundlichem Geiſte von dem alten Prediger Abſchied. Es ging vielmehr ein ziemlich allgemeines Gefühl der Erleichterung durch das Dorf, wie wenn man ſich eines ſchlecht ſitzenden Kleidungsſtückes ent⸗ ledigt, oder eines alten Hutes, welchen man weder tragen mag, noch wegzuwerfen Willens iſt.
So ſchied Herr Penderter von dem Dorfe. Einige Tage darauf wurde er bei einer großen Herbſtmuſterung der Miliz bemerkt, wie er zu Pferde mit verzücktem Auge ein Gebet ſprach; eine Verrichtung, an welcher er ſichtbares Vergnügen fand, da ſie ihm Gelegenheit gab, des Breitern auf einige blutige Schlachten der alten Hebräer einzugehen.


