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Kavanagh : eine Erzählung / von H.W. Longfellow, Verfasser von "Hyperion", "Evangelien" u.s.w. ; aus dem Englischen
Entstehung
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ſeiner Amtsführung an keine Reformation zu denken geweſen

4 wäre. Es koſte aber eine größere Anſtrengung göttlicher ſie Macht, eine ſolche unter ihnen zu bewirken, als es bedurft ten hätte, um die Welt zu erſchaffen; denn bei Erſchaffung der qs Welt habe es keinen Widerſtand gegeben, dahingegen müßten bei ihrer Reformation alle ihre böſen Neigungen, zu ihre Selbſtſucht und ihre weltlichen Lüſte überwunden je⸗ werden. die ah uf hre 8. in⸗ 8 Als Herr Pendexter ſeine Rede geendet, und ſeinen letzten Segen über die Gemeinde geſprochen hatte, für deren geiſtige Bedürfniſſe er ſo manches Jahr geſorgt, kehrte 1 ſeine Gemeinde nun nicht mehr die ſeine in ſehr de verſchiedener Gemüthsſtimmung heim. Einige waren erbit⸗ be⸗ tert, Andere gedemüthigt, und wieder Andere von Mitleid erfüllt. in Unter dieſen Letzteren war Alice Archer, ein ſchönes, 5 zartes Mädchen, deren ganzes Leben durch eine zu reizbare 2) Organiſation und ungünſtige äußere Verhältniſſe getrübt der war. Sie hatte eine bleiche, durchſichtige Geſichtsfarbe, efe und große, graue Augen, welche Erſcheinungen zu ſehen ijm ſchienen. Ihre Geſtalt war zart, faſt gebrechlich; ihre de Hände weiß, ſchmal, durchſichtig. Mit dieſen äußeren ſo Zügen ſtimmte ihr Charakter überein. Sie war gedanken⸗ dei voll, ſchweigſam, von zartem Gefühl, traurig, oft in iren Thränen oder Träume verſunken. Sie führte ein ein⸗ ind⸗ ſames Leben mit ihrer alten, klageſeligen, beinah blinden iger Mutter. Sie ſelbſt hatte Anlage zur Blindheit geerbt, und vel⸗ ihr Uebel war von ſo eigenthümlicher Art, daß ſie zwar itel im Sommer ſehen konnte, aber im Winter ihr die Seh⸗ eben kraft mangelte. ottet Das alte Haus, in welchem ſie Beide wohnten, mit rend ſeinen vier kränkelnden lombardiſchen Pappeln vor der Thür, flößte duſtere und beängſtigende Gedanken ein. Es war * 2⸗