Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1825) Die Wiesenburg
Entstehung
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Laßt das Vergangene ſchlafen, erwiederte ich, und hoͤrt, was wir im Sinne haben. Das Haus iſt jetzt unſer Eigenthum, wir bewohnen es kaum zur Haͤlfte. Nehmt denn oben das ruhige Stuͤb⸗ chen ein, genießt mit uns, was der Himmel be⸗ ſcheert, und goͤnnt uns die Freude, euer Alter un⸗ terſtuͤtzt zu haben.

Das Haus iſt dein Eigenthum? rief er aus; ja ſo iſt es. Die Fuͤgungen ſind wunderbar. Aber ich will nichts hinnehmen, was mir nicht gebuͤhrt, ich verdiene mein Elend. Du weißt nicht, daß ich dich deines Erbes beraubt habe, um der eignen Armuth zu wehren, ſonſt wuͤrdeſt du mir keine Zuflucht unter deinem Dache oͤffnen. Dieſe Hand griff nach dem kleinen Eigenthume der Waiſe, freilich in der gewiſſen Hoffnung, es einmal wie⸗ der zu erſtatten, wenn es mein Gluͤck gegruͤndet haͤtte. Aber die Hoffnung ſchlug fehl, und mein Leben war nun voll banger Sorgen und Gewiſſens⸗ angſt. Um dieſe Waͤnde zu erbauen, hatte ich, außer jener großen geheimen Schuld, noch viele andere auf mich gehaͤuft, aus einer Unordnung verſank ich in die andere, da war keine Huͤlfe. Noch glaubte ich Ulrich ſollte dir erſetzen, was ich nicht konnte, aber der wilde Geſell floh das Va⸗