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Kinder und Frauen gingen voruͤber, Heinrichs Beutelchen war leer, er hing ſich an meinen Arm, und ſchaute den alten Maͤnnern, die ich labte, mitleidig in's Geſicht. Da koͤmmt mit tiefgebeug⸗ tem Haupte ein grauer Alter heran. Ich fuͤlle das Glas bis an den Rand, um es ihm zu rei⸗ chen, er ſtuͤtzt ſich zitternd auf den Stab, und hebt den Blick mit herzzerreißendem Gram nach unſerm Hauſe auf. Ein lauter Ausruf entſchluͤpft meinem Munde! O guter Gott, es war Voll⸗ brecht!— Hier, vor ſeinem eignen Hauſe em⸗ pfing er die Gabe der Mildthaͤtigkeit aus den Haͤn⸗ den ſeiner Verwandtin, die ſeine bloͤden Augen nicht erkannten.
Wir zogen den alten Mann in's Haus, wir baten ihn, hier auszuruhen, und etwas Staͤrken⸗ des zu genießen. Er ſaß auf der naͤmlichen Stelle die er ſonſt immer einnahm, neben ihm ſtand der Knabe. Mich uͤbermannte die Wehmuth, ich mußte mich abwenden. Nach einer Weile fuͤhlte ich mich ſanft umfaßt, mein Mann ſtand hinter mir und ſagte: Denkſt du wie ich, Aennchen, ſo laſſen wir den Greis nicht wieder hinaus in's Elend zie⸗ hen. Er hat Niemand mehr auf der Welt als uns, und ſeiner Tage koͤnnen nur noch wenige


