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ſelbe Straße fuͤhrt, wo wir ſo lange mit einan⸗ der wohnten.— Dort das ſchmale weiße Haͤus⸗ chen, ſagte der junge Burſch, und wies mit dem Finger die Straße hinab.— Guter Gott, es war des Vetters Haus!— Ich ging wie im Traume, ich trat ein, ich lief in die Unterſtube, und ſtand mit gefalteten Haͤnden am Fenſter, mich
an den gewohnten Anblick der Nachbarhaͤuſer zu
ergoͤtzen. Sieh nur um dich, liebe Anna, ſagte Eckard, und freue dich. Wie haben dieſe Engel fuͤr uns geſorgt.—
Er hatte Recht!— Da fehlte nichts, was das Herz einer Hausfrau erfreuen konnte. Ueberall ſtand es wohl in unſerm kleinen Reiche, jeder Sorge war gewehrt. In der Stube waren huͤb⸗ ſche einfache Meubles, ſchoͤne gegatterte Vorhaͤnge, ein Spiegel, ein großer Schrank. In der Schlaf⸗ kammer zwei Betten und ein kleines fuͤr das Kind. Die Werkſtatt enthielt alle noͤthigen Geraͤthſchaften, und als wir den Schrank oͤffneten, welche Ueber⸗ raſchung!— Da fand ſich Leinenzeug, vieles ſchon fertig, anderes noch ungeſchnitten, Tiſchge⸗ raͤth, ſchoͤne Glaͤſer, die ich immer ganz vorzuͤglich liebte.— Alles— wie ein Zettelchen beſagte— von meiner lieben gnaͤdigen Frau. Endlich zwei


