Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1825) Die Wiesenburg
Entstehung
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ruhiges Gewiſſen. An Ulrich denke ich freilich mit Entſetzen; moͤge er mir nie wieder auf meinem Wege begegnen.

Das wird er nicht, liebe Anna, antwortete Eckard ſehr ernſt. Der Ungluͤckliche iſt noch in jener Nacht nach verzweifelter Gegenwehr im Walde gefallen. Ich ſah ihm ſelbſt am andern Morgen, doch dir verſchwieg ich's damals, um dein Gluͤck nicht zu truͤben. Seine Kameraden ſind wahr⸗ ſcheinlich entkommen.

Ich ſchwieg erſchuͤttert, und konnte lange an nichts anderes denken, als an den kurzen wilden Lebenslauf dieſes verirrten Mannes. Ja, ſeine Bahn war regellos und ſchreckenerregend, wie die des Irrſterns, von welchem er den Namen trug. Aber des Herrn Hand, die auch dieſen durch die Raͤume des Himmels leitet, wird einſt keins ſeiner Geſchoͤpfe fallen laſſen.

Erſt der Wechſel der Gegenſtaͤnde, die Naͤhe bekannter Gefilde, vermochten es, den truͤben Ein⸗ druck aus meiner Seele zu verloͤſchen. Immer heimiſcher ward es um uns, nun erſchienen ſchon Doͤrfer, deren Namen mich als Kind oft umtoͤnten, nun ſah ich die Tracht meiner Landsleute, nun