Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1825) Die Wiesenburg
Entstehung
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fuͤr uns. Der alte Herr gebot uns, fuͤr nichts zu ſorgen, wir wuͤrden in Kurzem reiſen koͤnnen und in M. Wohnung und Werkſtaͤtte finden, nichts ſolle fehlen, als das Meiſterſtuͤck, das er Eckards fleißiger Hand uͤberließe. Nach Neujahr muß⸗ ten wir ſcheiden, ach! es war ein trauriger Tag. Tauſend Thraͤnen vergoß ich bei'm Abſchiede von meiner liebreichen Herrſchaft, von dem alten Herrn unſerm Wohlthaͤter, vornehmlich aber von dem kleinen Junker, denn ich liebte das Kind mit Mut⸗ terliebe. Da fuhr ich nun den Weg wieder ruͤckwaͤrts, hinuͤber nach der Landſtraße, den ich ehemals als ein Fremdling gekommen war. Aber welche Schaͤtze nahm ich jetzt mit! meinen Eckard und unſern Heinrich, ſo kraͤftig, ſo ſchoͤn aufgewachſen, eine freundliche Erinnerung fuͤr's ganze Leben, und ſo manches Wiſſen, wozu mein Verhaͤltniß mich ſonſt nicht berechtigte.

Eckard, ſagte ich, und trocknete meine Thraͤnen, wir haben mehr gelitten als tauſend andere Men⸗ ſchen, aber wir haben auch viel Herrliches erlebt. Wir wollen Gott auch fuͤr die Truͤbſale danken, und denen herzlich vergeben, die daran Schuld waren. Ich hege keinen Groll gegen den Vetter Vollbrecht, er iſt ungluͤcklich genug durch ſein un⸗