war, und das vollkommene Wohlbefinden der Mut⸗ ter machte ſein Tauffeſt fuͤr alle Bewohner des Schloſſes zum Freudenfeſte.
Ich war in dieſer Zeit die unzertrennliche Ge⸗ faͤhrtin meiner Frau, und meine Arme empfingen das neugeborne Kind im erſten Augenblicke ſeines Lebens. Damals ließ mich Liebe und Dankbarkeit
ſelbſt meinen Heinrich ein wenig zuruͤckſetzen, er
blieb in den Haͤnden eines guten Maͤdchens, bis zu der Zeit, wo die Woͤchnerin mich nicht mehr ſo ausſchließend beſchaͤftigte. Noch war die Jah⸗ reszeit ſo ſchoͤn, daß wir bald wieder vor dem Thore in der Laube ſaßen, wo nun beide Kinder uns wechſelnd erfreuten. An einem ſolchen Nach⸗ mittage ſiel das Geſpraͤch auf meine Vergangen⸗ heit, und die gnaͤdige Frau erfuhr endlich meine ganze Trauergeſchichte. Sie hoͤrte die Erzaͤhlung mit allen Zeichen des Erſtaunens und der lebhafte⸗ ſten Bewegung an. Lieber Albert, rief ſie ihrem eintretenden Gemahle zu, denke dir, was ich eben
durch Annen erfahre! Sie und ihr Mann waren
des Vaters Gefaͤhrten auf ſeiner Reiſe von uns im vorigen Jahre. Die ungluͤckliche Frau hat ih⸗ ren Eckard wahrſcheinlich durch den Eifer verloren, mit dem er ſich meines Vaters annahm. Waͤhrend
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