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hinfuhr, der mich einlud, ſeinen leeren Wagen zu benutzen. Das war ein Gluͤck, denn das Dorf lag noch weit genug entfernt, und ſo verſteckt, daß ich es wohl kaum gefunden haͤtte.
Ich fahre nun hier in's Dorf, ſagte der Knecht, aber euch wollte ich rathen, auf den Herrenhof zu gehen. Die gnaͤdige Frau iſt ſeelengut, ſie wird euch gewiß aufnehmen. Nur gerade uͤber die Wieſe weg in's Gehoͤlz hinein, ihr koͤnnt das Haus ſchon ſehen, es liegt hoch.
Die langſame Dorfuhr ſchlug eben ſieben, als ich die Anhoͤhe erſtieg, auf der das Herrnhaus ſtand. Terraſſenfoͤrmig umgab es ein anmuthi⸗ ger Garten, ein gruͤnbelaubtes Dach wie eine offne Laube lehnte ſich an die grauen Mauern zunaͤchſt dem großen Eingangsthore an. Hier ſaß eine junge ſehr huͤbſche Frau und naͤhete emſig. Auf dem Tiſche vor ihr lag viel Leinenzeug, wovon ſie zugeſchnitten zu haben ſchien, Paͤckchen ſchoͤn ge⸗ ordneter Tuͤcher, auch Jaͤckchen und Mutzchen, al⸗ les zierlich zuſammengelegt, zeigte, fuͤr welche frohe Hoffnung ihre Arbeit beſtimmt war. Ihr rundes volles Geſicht war von blendender Weiße, zarte Roſenfarbe malte die Wangen, die großen blauen Augen hatten etwas unausſprechlich Liebevolles,


