Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1825) Die Wiesenburg
Entstehung
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Stuͤck hinauszugehn, beſchrieb mir den Weg, gab dem Kinde etwas Gebackenes in die Hand, und mir einen Trunk warme Milch, worauf ich ſehr niedergeſchlagen zum andern Thor wieder hinaus⸗ ging. Mein kleiner Heinrich huͤpfte froͤhlich auf meinem Arme, ich weinte vor Unmuth und Be⸗ ſorgniß. Ich konnte ein ziemlich Stuͤck Weg uͤber⸗ ſehen, kein Wagen zeigte ſich mir. Was ſollt' ich thun. Zuruͤckkehren, da doch wohl noch Hoffnung blieb— oder der Nacht entgegen gehn, ohne ein Obdach zu wiſſen, mit dem erſt geneſenen Kinde. — Gewiß war es hoͤhere Fuͤgung, was mich das Letzte waͤhlen ließ, denn ich ging— ging meinem Gluͤcke entgegen.—

Ein Buͤſchchen hatte mir bis jetzt noch die Aus⸗ ſicht verwehrt, nun lag es hinter mir; wie ein breiter Landſtreif wand ſich die Straße weit in die Hoͤhe, aber den Wagen ſah ich nicht. Die Sonne ging ſchon tiefer am blauen Himmel, mein Kind fing an zu weinen, ich mußte mich an den Rand eines Grabens niederſetzen, um es zu beru⸗ higen. Da toͤnte zur Rechten die Glocke eines Dorfes, ich beſchloß meinen Weg dahin zu nehmen, und war kaum einige Zeit in dieſer Richtung fort⸗ gegangen, als ein freundlicher Knecht neben mir