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fuͤr die Verlaſſene, die mit blutendem Herzen ver⸗ trauend zu ihnen kam. Doch war ich nun einmal hier, fand den Ort huͤbſch und freundlich, und
kannte manches Plaͤtzchen umher aus den traulichen
Erzaͤhlungen meines Eckard. Ich miethete ein klei⸗ nes Stuͤbchen, arbeitete fuͤr meinen Unterhalt,
lebte ganz einſam, ohne andere Freuden, als den
Umgang mit der Natur und der Erinnerung. An
eine neue Reiſe konnte wenigſtens fuͤr einige Zeit
nicht gedacht werden, weil mir Ruhe Noth that, und eine heilige Pflicht mich band, meine Geſund⸗
heit zu beachten. Ach ein großes Gluͤck war mir
beſchieden: der Beſitz eines lieben Kindes, das
vielleicht die Mutter einſt uͤber den Verluſt des
Vaters zu troͤſten vermochte.
Diesmal ging der ſchoͤne Sommer voruͤber,
ohne mir die gewohnte Freude zu geben, ſo em⸗ pfaͤnglich ich ſonſt fuͤr ſeine Reize war. Von Iu⸗ gend auf hatte meine Mutter mich auf Gottes Schoͤpfung aufmerkſam gemacht, keine Jahreszeit
erſchien, ohne daß ihre eigenthuͤmliche Schoͤnheit
mich erfreute, keine Blume ſah ich bluͤhen, die ich nicht wie eine Freundesgeſtalt gegruͤßt haͤtte. Wenn die Saat keimte, wenn das Korn bluͤhete und reifte, wenn die wohlriechenden Kraͤuter der Wieſe
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