Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1825) Die Wiesenburg
Entstehung
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aber es ward in den entfernteſten Winkel meines Gepaͤcks verborgen, mit dem feſten Entſchluß, nie davon Gebrauch zu machen. Mein Unterhalt blieb

die geringſte meiner Sorgen.

Es iſt eine gewoͤhnliche Erfahrung, daß die Erwartungen, mit denen wir einen Ort betreten, faſt niemals in ihrem ganzen Umfange erfuͤllt wer⸗ den. Wenn man lange lebt, lernt man Furcht und Hoffnung zuͤgeln, aber die Jugend giebt ſich beiden hin, und oͤftere Taͤuſchungen muͤſſen erſt das Feuer der Einbildungskraft maͤßigen, wie Tropfen nach und nach den Stein aushoͤhlen. In dem Staͤdbtchen, das ich als Gefangene betrat, wo mich Scham und argwoͤhniſche Angſt vor falſcher Anklage auf jedem Schritt begleitete, fand ich un⸗

gehofft ſo manchen Freund. Der erſte Richter,

die gurmuͤthigen Frauen, deren Beſuche mich in der Krankheit aufrichteten, die alte Waͤrterin des armen Mathaͤus, und des Gefangenwaͤrters freund⸗ liche Tochter, alle wetteiferten, mich zu troͤſten, mir Erleichterung zu geben. Eckards Verwandte hingegen, von denen ich den einzigen Troſt hoffte, deſſen ich noch faͤhig war, warme Freundſchaft und Theilnahme, empfingen mich fremd, bedauerten mich kalt, und hatten kaum einen armſeligen Rath