— 333;
bei mir, bat er, oder zuͤrnſt du, daß ich beinen Mann nicht retten konnte?
Kennſt du ſein Schickſal? fragte ich zitternd.
Nein, antwortete er muͤhſam, ein Nebel um⸗ huͤllte meine Augen ſchon, als er ſich noch ruͤſtig wehrte. Ich bin ſehr matt und werde ſchlafen, aber geh' indeſſen nicht von mir, ich moͤchte, du waͤrſt um mich, wenn der Tod koͤmmt.
Du wirſt nicht ſterben, Mathäͤus, uue ich geruͤhrt, der Wundarzt hofft dich zu retten.
Er laͤchelte wild und ſchloß die Augen. Ich bat um Vergunſt zu bleiben, und es ward mir ge⸗ waͤhrt. Eine alte Frau, die bisher am Bette 90 ſeſſen hatte, ließ mir ihren Platz, die Uebrigen gingen. In meiner Seele kaͤmpften tauſend ſchreck⸗ liche Empfindungen; ich beneidete den Kranken um den ſtarren Todtenſchlaf, der nach und nach auf
ihn niederſank.
Lange nach Mittag winkte mir die alte Frau zu einem Tiſche, auf den ſie etwas Eſſen aufgetragen hatte. Ich fuͤhlte, daß ich der Nahrung bedurfte, doch war es mir unmoͤglich, mehr als einige Biſ⸗ ſen zu mir zu nehmen. Ich dachte an die Mahl⸗
1 Y


