Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1825) Die Wiesenburg
Entstehung
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lung der Umſtaͤnde das Verdaͤchtige zu benehmen, das man darin finden wollte. Alles ward nieder⸗ geſchrieben, und jetzt trat der Mann ein, von dem mir der Gefangenwaͤrter geſagt hatte. Ein junger, mir ganz unbekannter Menſch, gut gekleidet, mit⸗ einem feinen Geſicht, aber unſtaͤtem falſchen Blick. Er wurde vor Mathaͤus geſtellt, und dieſer gefragt, ob er den Gefangenen kenne.

Mathaͤus ſah ihn ſtarr an, auch des Gefange⸗ nen Augen ruheten feſt auf dem Knaben. Ich kenne ihn nicht, habe ihn nie geſehen„ſagte dieſer nach einer Pauſe.„

8 Du wirſt deine Ausſage beſchwoͤren muͤſſen,

entgegnete der Richter. Wohl, ich will's, war die Antwort. Auch der Kutſcher bezeugte, dieſen Mann . nicht zu kennen. Der Gefangene richtete ſich hoch

auf, und ſprach ſo kuͤhn fuͤr ſeine Unſchuld, daß ich ihm bald Glauben ſchenkte, und ihn herzlich bedauerte. Die Richter waren ſchwerer zu uͤber⸗ zeugen, ſie thaten ihm viel verſchraͤnkte Fragen, auf deren keine er die Antwort ſchuldig blieb, und ließen ihn wohlbewacht wieder abfuͤhren. Auch ich ward entlaſſen und trat zu Mathaͤus hin. Er gluͤhte fieberhaft, ſein Athem flog. Bleibe noch d bei