Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1825) Die Wiesenburg
Entstehung
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er blickte in die entfernteſten Tage, er baute die kuͤhnſten Hoffnungen der Ehrſucht auf das Leben des zukuͤnftigen Erben. Seine Liebe fuͤr Beatrix wuchs durch dieſe Erwartungen, und er äußerte ſie mit der Heftigkeit, die alles, was er that, be⸗ zeichnete. Heftig und unruhig war ſein ganzes Weſen. Die Zeit druͤckte ihn, die noch bis zur Entſcheidung ſeines Schickſals vergehen mußte. Er ſuchte Abenteuer in der Weite, er jagte und ſchwelgte mit ſeinen Kampfgenoſſen in wilder Un⸗ ruhe, und Walter hatte jetzt oft die Freude, den Ritter Kunz auf der Burg zu ſehen, dem es nur beim Kampf oder bei'm Becher wohl war. Der ſchlanke Knabe ſah ſo gern an den rieſigen Helden empor, hoͤrte ſo gern, in einen Winkel gedruͤckt, was Kaufungen von ſeinen Zuͤgen erzaͤhlte, oder wog mit ſeinem ſchwachen Arme das Schwert und den Eiſenhelm des Rittes. Auch hatte der rauhe Kunz immer ein Laͤcheln fuͤr ihn, das ſeine finſtern Zuͤge ſeltſam erhellte, und die blitzenden Augen, die ernſt unter dicken ſchwarzen Braunen hervor⸗

ſahen, ruhten zuweilen lange mit Wohlgefallen auf Walters Geſicht. 4

Aber jemehr Kunzens Erſcheinung dem Grafen und ſeinem Pflegeſohn zuſagte, je weniger konnte