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Damen, die wie Blumen eines bunten Kranzes,
den Kampfplatz einfaßten, die hohen Ritter auf muthigen ſchaͤumenden Roſſen in blinkenden Ruͤ⸗ ſtungen, des Kampfes Gewandheit und Kraft— es war ein Bild, das alle Traͤume ihrer lebendi⸗ gen Phantaſie uͤbertraf. Schuͤchtern ließ ſie zu⸗ weilen die Regungen ihres Gemuͤths laut werden, und die Frau Kurfuͤrſtin hoͤrte ihr huldreich laͤ⸗ chelnd zu, wandte ſich auch oͤfter zu ihr, als zu ihrer zweiten Nachbarin, und fragte nach mancher Begebenheit ihres Lebens. Beatrix ſah, ob dieſer Herablaſſung noch eins ſo froͤhlich aus ihren freund⸗ lichen Augen umher, und ſelbſt Graf Heinau, der jetzt aus dem Gewuͤhl hervorritt, und die Lanze vor der Herrin neigte, ergluͤhte in ſtolzer Freude berm Anblick ſolches Vorzugs.
Die Kurfuͤrſtin Margarethe war eine majeſtͤ⸗ tiſche Frau, deren koͤniglicher Anſtand ihre Wuͤrde verrieth, wenn auch kein Zeichen der Hoheit ſie kund gemacht haͤtte. Ihr Geſicht war weniger ſchoͤn, als ausdrucksvoll und anziehend. Siegen⸗ der Verſtand, Herſchbegier und Herrſcherkraft, mit freundlicher Milde gepaart, beſeelten ihre Zuͤge. Ihr gewoͤhnlicher Ausdruck war ernſt, aber wenn ſie laͤchelte, nahm ſie um ſo mehr alle Herzen ge⸗
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