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und verlor ſich in einer freien ſonnigen Ausſicht ohne Schatten.
Froͤhliche Feſte feierten wochenlang die Hoff⸗ nungen des verlobten Paares, noch glaͤnzendere die Vermaͤhlung. Die Nacht ward zum Tage, der fruͤhe Morgen zur Nacht. Zahlloſe Kerzen beleuchteten jedes noch ſo entlegene Gemach, und der Jubel drang von den Zimmern der Herrſchaft bis hinab zu den niedrigſten Knechten. Heinau und Beatrix waren die Seele dieſer Luſtbarkeiten; er, mit einem ruheloſen Gemuͤth, das ſich in den Wirbel der Luſt ſtuͤrzt, um Betaͤubung zu ſuchen; ſie, mit dem leichtergoͤtzten Sinn einer jungen Braut, die zum erſten Male genießt was ihre Ju⸗ gend erfreut. Die koſtbaren Gewaͤnder, die ſie ſchmuͤckten, das ſtrahlende Geſchmeide, das Kuni⸗ gunde keines Blicks gewuͤrdigt hatte, die laute Bewunderung Aller, die ſie umgaben, machten ihr Gluͤck, und woben einen goldenen Nebel um ſie, durch den ſie nicht erkannte, was Kunigundens
Frieden geſtoͤrt hatte.—
Endlich verſtummte das Geraͤuſch, die Gaͤſte zogen von dannen, die vorige Stille nahm von den Saͤlen und ſchallenden Gaͤngen der alten Burg


