Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1825) Die Wiesenburg
Entstehung
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erſt mit dem Licht des Morgens kehrte die gewoͤhn⸗ liche leichte Heiterkeit wieder, und geſtaͤrkt durch den Schlaf, glaubte ſie jetzt, Walters Erzaͤhlung einem lebhaften Traum des Knaben zuſchreiben zu duͤrfen. Auch ſollten ganz andere Gedanken bald ihre Seele von dieſen Bildern entfernen, und neue Ereigniſſe die Einſamkeit des Schloſſes unterbre⸗ chen, die jenen ſchauerlichen Traͤumereien ſo guͤn⸗ ſii war.. Die Botſchaft, daß Graf Heinau zuruͤckkehre, brachte neues Leben auf die Wieſenburg. Voraus⸗ geſchickte Diener machten zugleich mancherlei An⸗ ordnungen, uͤber deren Urſache viel Gefluͤſter un⸗ ter dem Schloßgeſinde entſtand, und die ſelbſt Be⸗ atrix Neugier erregten. Die verſchloſſenen Zim⸗ mer der verſtorbnen Graͤfin, die ſchoͤnſten Schloſſe, thaten ſich auf, wurden geſaͤubert und gefegt, auch mit neuem zierlichen Geraͤth geſchmuͤckt, wozu eigene Arbeiter erſchienen, die koſtbare Schil⸗ dereien, guͤldenes Schnitzwerk, auch Tapeten von Sammt und Seide mit prunkenden Franzen mit ſich brachten. Niemand kannte die Staͤtte mehr, wo die einfache Kunigunde einſt wohnte, und Bea⸗ trix, der das alles gar wohl geſiel, ergoͤtzte ſich taͤglich an den neuentſtehenden Wundern. Endlich

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