Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1825) Die Wiesenburg
Entstehung
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weckte ein ſchwerer Traum, das Licht brannte dun⸗ kel, und Jutta ſchlief neben mir im Seſſel. Da ſtand eine weiße Geſtalt unfern meines Lagers, unbeweglich in der Nonnentracht, in der ich die gute Graͤſin zuletzt ſah. Ihre Augen waren auf mich geheftet, ich erkannte das bleiche Geſicht ge⸗ nau, und mir graute ein wenig, doch nur einen Augenblick. Ich wollte Jutta rufen, aber es war kein Ton in mir, und gerade da erwachte ſie. Sis fuhr aͤngſtlich auf, glaubte mich krank, und uͤber ihre Zuſprache war die Geſtalt verſchwunden. Dann erzaͤhlte ich, Jutta erſchrak, kreuzte ſich dreimal und gebot mir zu ſchweigen. Auch haͤtte ich ihr gern gehorcht, aber ich kann nichts vor Euch verhehlen, und moͤchte lieber, die freundliche Er⸗ ſcheinung beſuchte uns jetzt, da wir beide einſam ſind. Gute Geiſter, ſagte Vater Bonifaz, um⸗ ſchweben ihre Lieben oft wie Schutzengel, und ver⸗ laſſen nur um ihretwillen ihre himmliſchen Woh⸗ nungen! Beatrix fuͤhlte einen Schauer, ob des Wunſches, den Walter ſo unbefangen ausſprach,

und in den ſie nicht einzuſtimmen vermochte. Es

war ihr unmsglich, laͤnger in der Halle zu ver⸗

weilen, und ſie ſuchte ihr engeres Gemach auf,

wo ſie durch mancherlei kleine Geſchaͤfte ihre auf⸗ geregte Einbildungskraft zu beruhigen ſtrebte. Aber