druck, den ſie unwillkuͤrlich auf den Ritter gemacht hatte, und er nannte ſein voriges Gefuͤhl eine tadelnswerthe Schwaͤche. Eilig, wie von Furien gejagt, kehrte er auf die Burg zuruͤck, bot faſt alle waffenfaͤhige Mannen auf, und zog noch vor Nacht aus den Thoren, um lange nicht wiederzu⸗ kehren. Nuͤdiger blieb zum Schutz der Veſte mit einiger Beſatzung zuruͤck, und Beatrix war nun einzige Herrin in dieſer todken Einſamkeit, die ihr um ſo ſchrecklicher war, je mehr. die traurigſte Erinnerung ſie ausfuͤllte. Der einzige Beſuch, der ihr zuweilen ward, war der Bruder Bonifaz. Er konnte jetzt freier gehen und kommen, da der Herr des Schloſſes abweſend war, und Walters Erzie⸗ hung ward unter ſeiner Leitung fortgeſetzt. Doch nur wenig konnte des Moͤnchs Beredſamkeit den
Knaben noch feſſeln, lieber tummelte er ſich mit
den Knappen im Hofe herum, verſuchte die Roſſe zu zaͤumen und zu beſteigen, die Fahnen zu ſchwin⸗ gen, die Lanzen zu werfen, und traͤumte von Krie⸗ gen und Streiten. Wollte Bonifaz ihn zum Hoͤ⸗ ren bewegen, ſo mußte er von Heinau's Siegen erzaͤhlen, die er unter Friedrich des Sanftmuͤthi⸗ gen Fahnen erfocht. Dann wuͤnſchte der Knabe ſich mit hinaus, und uͤbte traurig den ſchwachen Arm, der noch kein Dahahr zu ſchwinden vor⸗


