Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1825) Die Wiesenburg
Entstehung
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gen nicht weit umher, es hat uns keine Freude gefehlt, als Eure Gegenwart. Wollt Ihr Euch aber einer Veraͤnderung freuen, ſo ſchaut Euren Pflegling an, der iſt groͤßer und ſtaͤrker geworden, und glaubt feſtiglich, Euch bald in den Streit folgen zu koͤnnen. Komm Walter und begruͤße den Grafen.

Walter trat herzu, Heinau warf einen langen Blick auf ihn, der nicht auf Wohlgefallen zu deu⸗ ten war. Dann ſah er Ruͤdigern an, und ſagte: ja wahrlich, er iſt veraͤndert, ganz veraͤndert!

Nicht mehr das Kindergeſicht, wie vormals, ein

Anderes vielmehr, das den kuͤnftigen Mann ſchon vor meine Seele malt. Was meinſt Du Ruͤdiger?

Der junge Loͤwe waͤchſt zeitig heran, meine ich, antwortete Ruͤdiger mit grinſendem Lachen. Der Junker verlangt taͤglich ein Schwert, und

was er einmal verfechten wird, mag er wohl durch⸗ fuͤhren. Auch iſt ein hoher Sinn ihm ſchon als

Knabe eigen, denn ſein Schild traͤgt, wie Ihr feh Euer graͤfliches Wappen.

Du lüͤgſt, rief Heinau wild, und entriß dem Knaten das glaͤnzende Spielwerk; ſeine flammen⸗ den Augen ruhten auf dem Wappenbilde, und ver⸗ ließen es nur, um den zitternden Walter anzuſehen,