Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1825) Die Wiesenburg
Entstehung
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Der Donner rollt, es ſtroͤmt der Regen Wer oͤffnet gaſtlich mir das Thor, 3 Wer will des Pilgers heute pflegen, Der in der Nacht den Pfad verlor. Sein Wanderſtab, ſein Muſchelhut

Das iſt des Pilgers einzges Gut,

Doch folgt ihm unter Euer Dach

Der frommen Wohlthat Segen nach.

Es i*ſt genug! genug! rief Heinau mit ſo ſchnei⸗ dendem Ton, daß die Saͤngerin verſtummte, und Kunigunde ihn entſetzt anblickte. Er war bleich, wie ein Geiſt, ſeine Augen hatten einen wilden Ausdruck, und ſchienen Etwas anzuſtarren, daß Riemand ſah, als Er allein. Beatrix lehnte die Harfe an den Tiſch und fragte unbefangen nach der Urſache dieſer Stoͤrung, aber ſie erhielt keine — Antwort, und da Walter in dieſem Augenblicke erwachte, begab ſie ſich zu ihm, feſt entſchloſſen, die uͤbrige Zeit lieber mit einem Kinde zu vertaͤn⸗ deln, deſſen Sprache ihr fremd war. als zwei un⸗ begreiflichen gegenuͤber zu ſi ken⸗ die ſie 8 duh we⸗ 6 verſtand.

Walter war nun ein Hausgenuß,„ beide Frauen lebten ihn, ſorgten fuͤr ſein Wohlſeyn, und waren eifrig ihn zu belehren. Auch hatten ſie die Freude,