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um Euch zu begluͤcken. Ein neues Eheband wuͤrde Euch gewaͤhren, was das Fruͤhere verſagte, und mein Tod Euch mit der Ungluͤcklichen verſoͤhnen, die Ihr einſt liebtet!
Die Thuͤr oͤffnete ſich bei dieſen Worten, und Beatrix trat ein, eine Kerze tragend, die ihr froͤh⸗ liches bluͤhendes Geſicht beſtrahlte, ein Diener trug ihr die goldgezierte Harfe nach. Kunigunde richtete ſich von Heinaus Bruſt auf, wo ſie ihre Thraͤnen geweint hatte, ſie ſah Beatrix glaͤnzende Erſcheinung, und ein Gedanke blitzte durch ihre Seele mit toͤdtlichem Schmerz und hoher Begei⸗ ſter ng. Sie nahm im Dunkeln Platz, waͤhrend Beatrix die Harfe ſtimmte, und mit den Toͤnen des Geſanges vermaͤhlten ſich ihre wachen Traͤume, ſeltſam und abenteuerlich. Beatrix begann mit ge⸗ uͤbten Fingern eine rauſchende feierlich hallende Muſik, und fiel darauf in einen Geſang zum Lobe
des Krieges und der Jagd. Sie endete ohne ſich
eines Beifallszeichens von ihren beiden Zuhoͤrern zu erfreuen, Heinau war eben ſo ſehr in Gedan⸗ ken verſunken als ſeine Gemahlin, und Beatrix betrachtete ſie mit wunderndem Kopfſchuͤtteln. Dann griff ſie von Neuem in die Saiten, und ſang dieſe Worte einer Ballade:


