Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1825) Die Wiesenburg
Entstehung
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ſich, und empfahl es mir ſo dringend, daß ich ein gutes Werk zu verſaͤumen glaubte, wenn ich nicht einwilligte. Nehmt Euch ſeiner an, ich will es ſo, und laßt Euch die Dunkelheit ſeiner Geburt

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nicht irren.

Err ſoll mein Sohn ſeyn, ſagte Kunigunde ge⸗ ruͤhrt, und buͤckte ſich liebkoſend zu dem Knaben nieder; ja ich liebe ihn ſchon ſo, und wenn Ihr ihm das Vaterhaus ſchenkt, ſoll ihm ein Mutter⸗ herz nicht fehlen.

Ihr verſteht Euch ſchlecht auf Euern Vortheil, Kunigunde, ſagte Heinau, deſſen Geſicht gluͤhende Roͤthe uͤberzog. Nicht mich ſolltet Ihr zum Zeu⸗ gen Eurer muͤtterlichen Liebkoſungen machen, daß ich nicht ſchmerzlich erinnert wuͤrde, was ich durch Euch vermiſſe. Ein Vaterhaus kann der Fuͤndling auf der Wieſenburg nicht ſinden, aber da dieſes Haus ſchauerlich oͤde iſt, mag er es beleben, und wenn mein Name erliſcht, und mein Wappen mit

mir in die Gruft ſinkt, wird die Welt vielleicht

durch einen tapfern Fremdling erfahren, daß Hei⸗ nau von Wieſenburg gelebt hat.

9 mein Gemahl, rief Kunigunde aus, wie

tief verwundet Ihr mich! daß ich ſterben koͤnnte,