1 5—
die Ecke des Berges hart am Ufer hinretten. Ihrt Herz, das nis verlernen konnte, ihn zu lieben,
ſchlug lauter bei ſeinem Anblick, und ſie flog aus
der Halle, ihn zuerſt zu bewillkommen.
Heinau betrat ſein Haus, wie es ſchien, nicht
heiterer, als er es mit Anbruch des Tages verlaſ⸗
ſen hatte, um in der Anſtrengung der Jagd ſeinen Unmuth zu verſenken. Seine ſchoͤnen ſchwarzen
Augen blickten mit wildem Feuer um ſich, er warf
ſich ermuͤdet in einen Seſſel, und ſprang augen⸗ blicklich wieder auf, die Ruhe fliehend, die er erſt
eben geſucht hatte. Bringt Wein! rief er einem Diener zu, ohne Kunigunden anzublicken, die ihm
gegenuͤber ſaß. Beatrix hatte indeſſen bei dem
ſchlafenden Knaben Platz genommen, und unter⸗ ſuchte neugierig ſeine ſeltſame Kleidung. Jetzt
erat der alte Ruͤdiger mit einem Kruge ein, den
er vor Heinau niederſetzte, und ſich eben anſchicken
wollte, ihm den Becher zu fuͤllen, als Heinau mit 5 ſichtbarem Widerwillen ihm wehrte. Das iſt nicht
Dein Geſchaͤft, RNuͤdiger, ſagte er langſam, und
ich mag den Nachttrunk nicht aus Deiner Hand. Wer hat Dich zu meinem Mundſchenken beſtellt, fuhr er heftiger fort, glaubſt Du, der Wein werde 1
mir beſſer ſchmecken, den Du kredenzeſt?
2 5 3 8 *


