Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1825) Die Wiesenburg
Entstehung
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zu viel begehrt, vielleicht die Seligkeit des Him⸗ mels auf dieſe irdiſche Welt herabzurufen wagt.

mein Gemahl kehrt heim!

Kunigunde war bei dieſen Worten aufgeſtanden und oͤffnete das hohe Bogenfenſter, um unbemerkt ihre Thraͤnen zu trocknen, und jede Spur davon in der friſchen Nachtluft zu vertilgen. Der Mond ſtrahlte unbewoͤlkt auf die Landſchaft unter ihr, und ſpiegelte ſich in den Wellen des Stromes. Rieſengroß lagerten die Schatten der uralten Ei⸗ chen auf der Erde, die ſchon mit ihrem Blaͤtter⸗ ſchmucke bedeckt war, jetzt ein Spiel des kalten Abendwindes auf feuchtem Boden. Die nackten gweige bekleideten den Berg unicht mehr, nur das ſchwarze Gruͤn der Tannen, noch dunkler in dem weißen Mondlicht, ragte zu den ſtolzen Mauern des Schloſſes empor. Tiefes Schweigen herrſchte Aberall, nur einzelne Glockentoͤne von dem nahen MNonnenkloſter, deſſen Thuͤrme ſich in leichten Duft Mkcerhoben, fuͤhrte der Wind zu Kunigundens Ohr. Jeezt ertoͤnte das Horn des Waͤchters zum zweiten Male, ein lauter froͤhlicher Ruf begruͤßte den heim⸗

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koͤnnen ein Herz nicht befriedigen, das vielkeicht

Aber horcht, Beatrix, der Waͤchter ſtoͤßt in's Horn,

ehrenden Grafen, und Kunigunde ſah ihn um