Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1825) Die Wiesenburg
Entstehung
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unruhiger Neugier nach dem ſpaͤten Beſuch for⸗ ſchend. Wer kann es ſeyn, murmelte er vor ſich hin, und der eintretende Diener konnte nicht ſchnell

genug Beſcheid geben. Es ſey ein Pilger an der.

Pforte, der Einlaß begehre, weil er eine Botſchaft

an den Herrn bringe. Das Wetter, fuhr er fort,

hat ihn hart mitgenommen, und obendrein traͤgt

er ein weinendes Kind, dem Labung wohl Noth

ſeyn mag. Ein Pilger, ſagſt du? fragte der

Graf mit haſtigem rauhen Ton, was bezeichnet

ihn als ſolchen?

So nannte er ſich, war die Antwort, befehlt, wohin wir ihn bringen ſollen, und wenn Ihr ihm Gehoͤr ſchenken moͤget. 6

So Ihr es vergoͤnnt, mein Herr, ſagte Ku⸗ nigunde, ſo koͤnnte er ſogleich bei uns eintreten, es war immer mein liebſtes Geſchaͤft, fromme Wanderer zu bewirthen, und ihre Erzaͤhlungen lohnen die Muͤhe reichlich.

Schweigt! fuhr Heinau auf, wie Einer der im Traum angeredet wird, und ſogleich wieder in Bewußtloſigkeit verſinkt. Er ging mit großen Schritten im Zimmer umher, ohne auf die Frauen, oder den wartenden Diener zu achten. Ploͤtzlich