Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1825) Die Wiesenburg
Entstehung
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ling einer Seitenlinie, erbte, als der letzte Zweig des Hauptſtammes in Palaͤſtina den Tod fand. Sie liebte ihn, wie ihre ſtarke ſtille Seele lieben konnte, aber eben dies tiefe Gefuͤhl fordert eine Erwiederung, deren Heinaus Gemuͤth nicht faͤhig war. Rauh und wild, mit einer ungebaͤndigten Sehnſucht nach Groͤße und Beſitz, ſchien ſelbſt der ungehoffte Gewinn, den das Schickſal ihm zuwarf, ſein Herz nicht zu befriedigen, ohne Liebe blickte er auf die Frau, die ſeinen Guͤtern noch immer

keinen Erben gegeben hatte, und ſeine finſtern Mie⸗

nen zwangen Kunigunden, die Thraͤnen um den Mangel eines geliebten Kindes zu verdoppeln. So lebte ſie einſam, und ihr Herz verſchloß ſich jeder Mittheilung. Nur ein Freund ihrer Jugend, der

4 MNoͤnch in einem nahen Kloſter war, verſtand es, )