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ehe ſie, der fort und fort mahnenden Stim⸗ me, folgende Antwort gab:
Habe Dank, Du unermuͤdeter Freund, fuͤr Deine wiederkehrende Huld, Dein Geſchenk aber moͤge ruhen, wo ich es wohlbedaͤchtig verbarg. Ich meine, ſol⸗ oche Gabe gehoͤrt nicht in die Haͤnde des ſchwachen Menſchen. Dir iſt nicht un⸗
bekannt, wie ſie mich verfuͤhrte, wie ich
die gebotene Verſchwiegenheit vergaß, mei⸗ nem Conrad faſt die Treue brach, und den Stolz in mein eitles Herz aufnahm. Willſt Du mein Kind begluͤcken, ſo laß unnſere Arbeit und Muͤhe gedeihen; Ar⸗ beit erhaͤlt das Herz geſund, und das Leben friſch. Wenn Du die Erde be⸗ wohnſt, wie mich immer duͤnken wollte, ſo weißt Du beſſer als ich, daß ihr
Schooß noch manches Koͤſtlichere birgt,
als blankes Gold. Laß einen andern Se⸗ gen fuͤr uns daraus hervorgehen, daß unſer Wohlſtand ſtill und maͤßig zuneh⸗ me, durch unſerer Haͤnde Fleiß, und wir wollen Dich als den Schoͤpfer unſeres Gluͤcks ehren..


